Physiotherapie in Karlsruhe

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Was ist Physiotherapie?

Die Untersuchung in der Physiotherapie

Physiotherapeutische Methoden und Konzepte

Diese Krankheitsbilder werden in der der Krankengymnastik und Physiotherapie häufig behandelt

 

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Es ist unser Ziel, Ihnen zu helfen, gesund zu werden und gesund zu bleiben. Dieses Ziel fokussieren wir seit 1993 im Ambulanten Zentrum für Rehabilitation und Prävention am Entenfang GmbH (AZR) in Karlsruhe.

In der Stadt und dem Landkreis Karlsruhe versorgen wir in der Praxis für Physiotherapie gesunde und kranke Menschen mit einem umfangreichen Angebot im rehabilitativen und präventiven Bereich. Neben der Praxis für Ergotherapie und Logopädie befinden sich die Ambulante orthopädische Rehabilitation sowie die ambulante Gesundheitsförderung in einem Unternehmen.

Wir unterstützen und ermutigen unsere Patienten und uns gegenseitig durch Expertise und Erfahrung, gehen mit Ihnen und miteinander achtsam, wertschätzend und ehrlich um. Wir handeln professionell – darin spiegelt sich unsere Kompetenz, Qualität und Innovationskraft wider.
Für Sie als Patient und unsere Mitarbeiter wollen wir einen Unterschied machen. Sie sollen sich wohl fühlen und wir wollen Sie zur Entfaltung Ihrer Potentiale individuell ermutigen, fördern und herausfordern.

Wir vereinen unterschiedliche Berufsgruppen unter einem Dach und leisten interdisziplinäre Therapie zur ganzheitlichen Wiederherstellung und zum Erhalt Ihrer Gesundheit. Dies kann auch in Ihrer häuslichen Umgebung erfolgen.

Die Qualität unserer Arbeit wird durch gezielte Schulungen stets hochgehalten und ausgebaut. Wir sind stolz darauf, Ihnen durch unsere stetige Qualifizierung ein breites Angebot an Techniken der Physiotherapie in Karlsruhe anbieten zu können.
Ihr individuelles Gesundheitsziel ist unser Ausgangspunkt für eine strukturierte Steuerung aller Therapiemmaßnahmen.
Der Einsatz evidenzbasierter Behandlungstechniken und moderner Therapiegeräte fördert dies und führt zu dem Ziel von bestmöglichen Behandlungsergebnissen und einer hohen Kunden- und Patientenzufriedenheit.

Die Stadt und der Landkreis Karlsruhe umfasst in einem Umkreis von 25 km ein Einzugsgebiet von ca. 600.000 Einwohnern.

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Physiotherapie – auf den Punkt gebracht

Die Physiotherapie ist eine ganzheitliche Methode zur Behandlung von Störungen im Bewegungsablauf eines Menschen. Solche Probleme entstehen durch Funktionsstörungen der Muskeln und Gelenke, der Nervenbahnen und des Gehirns, der inneren Organe sowie der Psyche. Frühzeitig eingesetzt kann die Physiotherapie auch zur Vorbeugung vorhersehbarer Störungen dienen, die durch Überlastung und ungünstiges Verhalten verursacht werden. PhysiotherapeutInnen verfügen über eine Vielzahl von Untersuchungs- und Behandlungstechniken, die es ihnen ermöglichen, die funktionelle Problematik und die momentane Belastbarkeit eines Patienten zu erfassen und so die Behandlung individuell den Bedürfnissen und Fähigkeiten jedes Einzelnen anzupassen.

Informationen zur physiotherapeutischen Behandlung
Die ärztliche Diagnose ist die Grundlage für die Behandlung.
Bringen Sie zum ersten Termin Ihre Verordnung und wenn vorhanden, OP- oder Arztbericht sowie Röntgenaufnahmen mit.

Bevor die Therapie beginnt erstellt Ihr Physiotherapeut einen Befund und zusammen mit Ihnen einen individuellen Behandlungsplan, der sich auf Ihr Gesundheitsziel ausrichtet. Dieser Plan wird regelmäßig überprüft und angepasst.

Bestandteil der physiotherapeutischen Befunderhebung ist die ICF basiert Anamnese.
Mit Hilfe einer ICF-Anamnese findet man heraus, bei welchen Aktivitäten und Partizipationen (Teilnahme am Leben mit Familien, Freunden,… sowie deren Unternehmungen) Sie Ihre Probleme haben. Des Weiteren verschaffen wir uns dadurch ein Gesamtbild über Ihren gesundheitlichen Zustand.

ICF steht für: International Classification of Functioning, Disability and Health.
Auf Deutsch: Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit.

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Informationen zur physiotherapeutischen Untersuchung

Differenzierte Wirbelsäulenuntersuchung in der Physiotherapie Physiotherapeutische Untersuchung Untersuchungsmethode der Krankengymnastik am Arm

Mit denen aus der Anamnese gewonnenen Informationen untersuchen wir Bewegungen und Bewegungsabläufe (Aktivitäten, bei denen Einschränkungen vorliegen) genauer um die anschließende Therapie zielgerichtet durchzuführen. Auch hierbei gibt die ICF den Rahmen vor. So wird differenziert, welche Strukturen betroffen sind (Muskeln, Bänder, Gelenke, Nerven, Organe, Gefäße etc.) und wie sich diese gegenseitig beeinflussen. Denn nicht immer liegt das eigentliche Problem dort, wo es einem Patienten weh tut.
Je nachdem welche Funktionen und Aktivitäten eingeschränkt sind kommen unterschiedliche therapeutische Maßnahmen zum Einsatz.

Was uns in Karlsruhe - als Ambulantes Zentrum für Rehabilitation und Prävention - unter anderem auszeichnet ist eine große Auswahl an therapeutischen Maßnahmen bzw. Methoden und Konzepten. Um Ihnen eine Orientierung zu geben stellen wir nachfolgend verschiedene Anwendungsmöglichkeiten vor.

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Informationen zu physiotherapeutischen Methoden und Konzepten

Physiotherapeutische Methode an der Kletterwand

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Krankengymnastik am Gerät (KG-Gerät)

Bei der Krankengymnastik am Gerät handelt es sich um einen Therapieansatz der Physiotherapie, der sich besonders individuell auf die Bedürfnisse bzw. Beschwerden des Patienten anwenden lässt. Bei dieser individuellen medizinischen Trainingstherapie leitet Sie ein Therapeut in einer Kleingruppen an Geräten und Bodenübungen an. Generell soll die Krankengymnastik am Gerät helfen, die Muskulatur aus- bzw. aufzubauen um so Ihren Körper wieder ins Gleichgewicht zu bringen, Rehabilitation zu fördern, Muskelfunktionen zu verbessern und Stützgewebe (Faszien) zu stärken. Zudem gilt die Krankengymnastik am Gerät als ideale passende Ergänzung zu Therapiemethoden wie der manuellen Therapie oder der Krankengymnastik. Das ideale Ergebnis der Krankengymnastik am Gerät ist das Wiedererlangen der normalen Motorik sowie der normalen Belastbarkeit des Bewegungsapparates und somit eine Alltagsgestaltung ohne Beschwerden.

Krankengymnastik am Seilzug

Die Therapie erfolgt mit und an geeigneten Geräte, wie zum Beispiel:

  • Trainings- und Kraftstationen
  • Seilzügen
  • Bändern
  • Funktionsstemme
  • Rumpfheber
  • Pezziball
  • Kreisel
  • Ergometer

Krankengymastik am Gerät für die Beinmuskulatur

Mit der Krankengymnastik am Gerät werden verschiedene Ansatzpunkte verfolgt:

  • Verbesserung der Muskelstrukturen
  • Herstellung von Funktionen
  • Bewegungsfunktionen wiederherstellen
  • Kraftausbau oder -Wiederherstellung
  • Schmerztherapie

Wer profitiert von einer Krankengymnastik am Gerät?

Im Prinzip kann nahezu jeder von der Krankengymnastik am Gerät profitieren, vom Leistungssportler bis zum psychisch Erkrankten. Sowohl akute Verletzungen als auch chronische Leiden können mit der Krankengymnastik am Gerät therapiert werden, das gilt auch für nahezu jedes Alter. Besonders bei folgenden Beschwerden und Krankheitsbildern eignet sich die Krankengymnastik am Gerät für Sie sehr gut:

  • Beschwerden mit dem Bewegungsapparat
  • Unfallverletzungen und Traumata
  • Bandscheibenvorfall
  • Fehlstellungen der Wirbelsäule
  • Gleitwirbel
  • Sportverletzungen
  • Osteoporose
  • Haltungsschwäche
  • Gleichgewichtsprobleme
  • Psychische Erkrankungen
  • Neurologische Erkrankungen

Krankengymastik am Gerät zur Rumpfstabilität

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Physiotherapie / Krankengymnastik

In der Behandlung spielt körperliche Aktivität eine wichtige Rolle, da sich auf diese Weise erfahrungsgemäß ein dauerhafter positiver Effekt erzielen lässt. Mit gezielten Übungen werden muskuläre Strukturen gekräftigt, Bindegewebe und Faszien elastisch gemacht.

Physiotherapie auf dem Pezzibal zur Rumpfstabilität Physiotherapeutische Übung zur Haltungskorrektur bei Jugendlichen

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Manuelle Therapie

In der manuellen Therapie werden Funktionsstörungen z.B. blockierte, eingeschränkte sowie instabile Gelenke des Bewegungsapparates mit Hilfe verschiedener Mobilisationstechniken, speziellen Druckpunkten und gezielten Übungen untersucht und behandelt. Das Ziel der Therapie besteht darin, das Zusammenspiel zwischen den Gelenken, der Muskulatur und den Nerven wieder herzustellen.

Manuelle Therapie am Kniegelenk, der Patella Manuelle Therapie und Faszienbehandlung am Unterarm

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Kiefergelenksbehandlung bzw. Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)

Was ist die Craniomandibulären Dysfunktion?

Experten sprechen von einer CMD, einer Funktionsstörung im Kausystem, wenn das Zusammenspiel zwischen Ober- und Unterkiefer gestört ist. Hierbei treffen der Ober- und Unterkiefer bspw. nicht optimal zusammen. Beim Schließen des Mundes kann sich der Unterkiefer dann automatisch in eine neue Position schieben um diese Fehlstellung auszugleichen. Durch diese Funktionsstörung werden die umliegenden Muskeln falsch belastet. Die Muskeln und Nerven unseres Kausystem sind mit anderen Teilen des Stütz- und Bewegungsapparats verbunden. Die Strukturen unseres Körpers beeinflussen sich gegenseitig. In der Praxis beobachten wir, dass Funktionsstörungen des Kausystems zu Beschwerden in anderen Bereichen des Stütz- und Bewegungsapparats führen können. Umgekehrt gilt dies genau so: Eine gestörte Haltung oder eine einseitige Belastung des Körpers kann Beschwerden im Kiefergelenk verursachen. Unsere Patienten schätzen die Zusammenarbeit mit Zahnärzten, Orthopäden sowie anderen Fachärzten, Physiotherapeuten und Osteopathen. Die Zusammenhänge sind komplex und müssen fachübergreifend behandelt werden.

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Therapie nach Bobath für Erwachsene

Krankengymnastik Gangschule mit Patienten

Das Bobath-Konzept wurde von dem Ehepaar Berta (Krankengymnastin) und Karel (Neurologe) Bobath entwickelt um Patient/innen mit neurologischen und neuromuskulären Erkrankungen individuell und ganzheitlich zu behandeln. Das Bobath-Konzept basiert auf neurophysiologischen und entwicklungsneurologischen Grundlagen und orientiert sich an Zielsetzungen bezüglich Handlungskompetenzen und Alltagsbewältigung. Anstelle standardisierter Übungen werden individuelle Alltagsaktivitäten erarbeitet, im normalen Leben vertieft und immer wieder angepasst. Bei einer Schädigung des Zentralnervensystems kann es zur Beeinträchtigung von Sinneswahrnehmungen, zum Kontrollverlust über Haltung und Bewegung und weiteren Funktionsstörungen kommen, die die Teilhabe erschweren. Das Nervensystem ist aber ein Leben lang lernfähig. Deshalb profitieren Patient/innen z.B. nach einem Schlaganfall, Schädelhirntrauma oder einer Hirnblutung von dieser sehr individuellen Therapie. Auch bei Multipler Sklerose und Morbus Parkinson wird das Konzept angewandt um nur einige Erkrankungen zu nennen.

Krankengynmastik zur Verbesserung der Rumpfstabilität

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Propriozeptive Neuromuskuläre Facilitation (PNF)

PNF ist eine neuromuskuläre Behandlungstechnik bei der dreidimensionale Bewegungsmuster, sogenannte Pattern, zum Einsatz kommen. Diese Pattern werden zunächst angebahnt, d.h. der Therapeut führt die Bewegung. Dann wird die Bewegung mit leichtem und schließlich mit starkem Widerstand ausgeführt. Ziel ist die Verbesserung des Zusammenspiels zwischen Nerven und Muskulatur und somit eine Förderung der Mobilität, Koordination,Kraft und Ausdauer sowie eine Normalisierung erhöhter Muskelspannung (Spastik). Die Anwendungsgebiete reichen von orthopädischen Indikationen über postoperative Zustände bis hin zu neurologischen Erkrankungen.

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Vojta für Kinder und Erwachsene

Unter Vojta-Therapie versteht man die sogenannte Reflexlokomotion nach Vojta, die durch den gleichnamigen Neurologen und Kinderneurologen entwickelt wurde. Zu den Anwendungsprinzipien gehören genau definierte Ausgangsstellungen und Reizzonen, an denen Druck in bestimmte Richtungen ausgeübt wird. Dieser (nicht schmerzhafte) Druck stellt zusammen mit den Gelenkstellungen einen Reiz von aussen dar, dem eine Reaktion des ganzen Körpers folgt. Die Methode aktiviert ideale Bewegungsmuster, die im Zentralnervensystem von Geburt an angelegt sind. Diese sind den Fortbewegungsarten, die ein Kind im Laufe seiner motorischen Entwicklung bis zum freien Gehen erreicht, sehr ähnlich. Deshalb kann man sie therapeutisch nutzen um die gesamte Entwicklung positiv zu beeinflussen. Da das Zentralnervensystem von Säuglingen noch formbarer ist, sollte mit der Therapie so früh wie möglich begonnen werden. Die Vojta-Therapie wird als Basis-Therapie bei vielen Haltungs- und Bewegungsstörungen sowie bei zahlreichen Erkrankungen eingesetzt ( z.B. zentrale Koordinationsstörung, Cerebralparese, periphere Paresen, Muskelerkrankungen, Funktionsstörungen der Wirbelsäule, Fußfehlstellungen). Auch bei großen Kindern oder Erwachsenen kommt sie zum Einsatz.

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Bobath Therapie für Kinder

Von dem Ehepaar Berta und Karel Bobath begründet wurde dieses Therapiekonzept auch ein wichtiger Baustein der Kinderphysiotherapie auf neurophysiologischer Grundlage. Es integriert aktuelle Erkenntnisse über Entwicklungsneurologie und motorisches Lernen, um für jedes Kind individuell und ganzheitlich Ziele herauszuarbeiten und einen Behandlungsplan aufzustellen. Dazu müssen sich die speziell darin ausgebildeten Therapeut/innen sowohl über die neurologischen Zusammenhänge als auch über Meilensteine der Entwicklung im jeweiligen Alter auskennen. Beispiele für Indikationen sind Entwicklungsverzögerungen, Asymmetrien, hypotone Syndrome, Cerebralparesen sowie im Kindesalter erworbene Schädigungen des Zentralnervensystems. Bei der Behandlung können unterschiedlichste Reize eingesetzt werden um dem Kind bei der Fokussierung auf den jeweiligen Schwerpunkt zu helfen. Lagerung, Manuelle Führung oder Widerstand, gezielte Situationsgestaltung sowie das Angebot attraktiver Bewegungsaufgaben sind nur einige Beispiele, wie in der Kinder-Bobath-Therapie behandelt werden kann.

 Physiotherapie für Säuglinge nach dem Bobath Konzept Übung am Ball für Säuglinge nach dem Bobath Konzept

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Skoliosebehandlung nach Katharina Schroth

Das Behandlungskonzept der dreidimensionalen Skoliosetherapie nach Katharina Schroth wurde für Patienten mit Skoliose und anderen Fehlhaltungen der Wirbelsäule, wie Flachrücken oder Hohl-Rund-Rücken (wie z.B. häufig bei Morbus Scheuermann) entwickelt. Die Skoliose ist eine dreidimensionale Verbiegung der Wirbelsäule mit Seitneigung, Verdrehung und einer Veränderung der natürlichen S-Form. Sie tritt in den meisten Fällen während des Wachstums und ohne ersichtlichen Grund (idiopathisch) in Erscheinung. Mithilfe der Schroth-Therapie entwickeln die Patienten, häufig Kinder und Jugendliche, eine bessere Wahrnehmung der eigenen Körperhaltung, um sich darauf aufbauend je nach Alter selbständig korrigieren zu können. Ziele der Therapie sind unter anderem eine bestmögliche Korrektur der Haltung und Schmerzreduktion. Zu den Maßnahmen gehören je nach individuellem Skoliosemuster Muskelkräftigung, gezielte Atemübungen, Dehnungen und Mobilisationsübungen, die in der Regel unter Kontrolle vor dem Spiegel stattfinden. Zur Behandlungsplanung gehört ebenfalls ein befundspezifisches Hausaufgabenprogramm.

Behandlung einer Skoliose nach Schroth

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Massage

Massagen können bei vielen verschiedenen körperlichen Problemen zielführend sein, aber auch bei psychischer Belastung entspannend wirken. Erfahrungsgemäß senkt sich während einer Massage der Blutdruck und Puls, des Weiteren wird die lokale Durchblutung gefördert.

Bindegewebsmassage (BGM)

Grundlage der BGM ist die Aufteilung der Körperoberfläche in einzelne Hautareale, sogenannte Dermatome. Jedes dieser Dermatome ist einem entsprechenden Nerv zuzuordnen. Es werden ziehende und drückende Manipulationen am Rücken durchgeführt. Dadurch erfolgt sowohl eine lokale Reaktion (Mehrdurchblutung) als auch eine reflektorische Wirkung auf die dem Nerv zugeordneten inneren Organe. Auf diese Weise wird auch das Schmerzempfinden beeinflusst. Die Bindegewebsmassage wird sind z.B. bei Verspannungen in der Muskulatur, Schmerzzustände sowie Probleme an inneren Organen angewendet.

Manuelle Lymphdrainage (MLD)

Mit Hilfe der Manuellen Lymphdrainage (MLD) kann man Schwellungen verringern, den Heilungsprozess und das Immunsystem anregen. Dabei handelt es sich um sanfte Dreh- und Schubbewegungen, die das Lymphsystem schneller arbeiten lassen.

Reflexzonentherapie

Die Reflexzonentherapie ist eine Therapieform, bei der bestimmte Reflexpunkte/-zonen des menschlichen Körpers gezielt bearbeitet werden. Mit diesen Punkten wird eine lokalen aber auch reflektorische Wirkung über das Nervensystem erreicht.

Marnitz-Therapie

Die Schlüsselzonenmassage, benannt nach Dr. Harry Marnitz, beruht darauf, das verschiedene Bereiche des Körpers über Reflexbögen eine nervale Verbindung untereinander besitzen. Diese Therapie vereint manualtherapeutische Maßnahmen mit einer starken, punktuellen Massage in den betreffenden Schlüsselzonen. Die Wirkung ist sowohl lokal, als auch reflektorisch. Da durch die punktuelle Behandlung die lokale Durchblutung kaum erhöht wird, ist diese Therapieform auch sehr gut für Ödempatienten geeignet. Zu den Indikationen zählen u. A. Schmerzzustände und Probleme am Bewegungsapparat.

Fußreflexzonentherapie

Der amerikanische Arzt Fitzgerald formulierte 1912 die These, das jedes Organ des menschlichen Körpers mit einer betreffenden Zone auf der Fußsohle reflektorisch in Verbindung steht. Davon ausgehend entwickelte H. Marquardt in den 50ern eine Therapieform, bei der mit stetem Druck auf die Fußsohle versucht wird auf die korrespondierenden inneren Organe Einfluss zu nehmen. Indikationen sind z.B. Verdauungsprobleme, nervöse Unruhe aber auch lokale Probleme am Fuß.

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Schlingentischtherapie

Mit der Therapie am Schlingentisch kann Zug auf bestimmte Gelenke, Bindegewebe und Muskulatur ausgeübt werden. Es können ganze Körperbereiche in Schlingen aufgehängt werden, was Bewegungen wie schwerelos im Wasser ermöglicht.
Auf der anderen Seite ist es mit einem Schlingentisch möglich, gezielt bestimmte Muskelgruppen zu trainieren.

Wärme- / Fango- / Kältetherapie

Bei diesen Therapien geht es darum Schmerzen zu lindern und die Durchblutung zu fördern.
Dabei wirkt Wärme entspannend und bietet sich deshalb vor einer Massage an.
Im Gegensatz dazu kann man Kältereize einsetzen um die Muskelaktivität zu steigern.

Elektrotherapie

Mit der Elektro- bzw. Reizstromtherapie können Schmerzen gelindert, die Durchblutung gesteigert und auch Muskelverspannungen gelockert werden. Somit werden auch Selbstheilungsprozesse gefördert.

Ultraschalltherapie

Mit Hilfe der Ultraschalltherapie kann man die Durchblutung im Bindegewebe zielgerichtet erhöhen und den Heilungsprozess beschleunigen.

 

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Diese Krankheitsbilder werden in der der Krankengymnastik und Physiotherapie häufig behandelt

Bandscheibenvorfall

Viele Menschen leben lange ohne Probleme mit ihm, andere trifft ein stechender Schmerz in den Rücken – der Bandscheibenvorfall. Ein Bandscheibenvorfall hat viele Gesichter, weshalb es diverse Therapieverfahren gibt. Unsere Bandscheiben bieten uns im Alltag die Möglichkeit, die Wirbelsäule in verschiedenste Richtungen zu bewegen. Bandscheiben sind kleine Scheiben aus elastischem Material, die sich zwischen den einzelnen Wirbelkörpern befinden. Sie bestehen aus einem gallertartigen Kern, der von einem etwas festeren Ring umschlossen wird. Dieser Aufbau sorgt dafür, dass die Bandscheiben ihrer Funktion als Stoßdämpfer nachgehen können. Bandscheiben funktionieren wie Schwämme, sie werden tagsüber durch Belastung zusammengedrückt und geben Flüssigkeit ab, nachts saugen sie diese wieder auf. Mit zunehmendem Alter des Menschen verlieren Bandscheiben jedoch an Elastizität und nutzen sich ab – durch Fehlbelastung, schlechte Haltung oder Überbelastung. Es bilden sich Risse, der äußere Ring der Bandscheibe wird porös, ein Teil der Bandscheibe kann austreten und gelangt in das umliegende Gewebe. Nun kommt es darauf an, wohin sich der ausgetretene Kern verlagert. In einigen Fällen verursacht der Vorfall keine Probleme und bleibt jahrelang unbemerkt. Andernfalls kann es sein, dass in der Wirbelsäule verlaufende Nerven oder das Rückenmark komprimiert werden, wodurch es zu starken Schmerzen, Lähmungen und Sensibilitätsstörungen kommen kann. Ein Ziel der konservativen Behandlung eines Bandscheibenvorfalls ist es, die nah an der Wirbelsäule gelegene tiefe Muskulatur so zu kräftigen, dass die Bandscheiben gesichert Nerven entlastet werden.

Arthrose

Die Arthose ist eine Verschleißerkrankung des Gelenkknorpels und kann überall im Körper auftreten. Am häufigsten betroffen sind Daumensattelgelenke, Knie- und Hüftgelenke, aber auch Schulter, Handgelenke und die Wirbelsäule. Mit zunehmendem Alter kommt es zum Abrieb des Knorpels und damit zur Bildung von sog. Geröllzysten und Osteophyten, durch welche die Oberfläche im Gelenkspalt uneben wird. Durch das ständige Reiben der ungleichen Oberflächen aufeinander, zum Beispiel bei Bewegung oder Belastung im Gelenk, kann es zu einem entzündlichen Prozess und Schmerzen kommen. Die Behandlung der Arthrose ist ebenso vielseitig wie deren Symptome. Im anfänglichen Stadium hilft oft die Kräftigung der gelenkumgebenden Muskulatur, ein Zug auf das Gelenk zur Entlastung oder Dehnung der angespannten Muskeln. Fortschreitend empfiehlt sich bei einigen Patienten eine gelenkersetzende Operation, die häufig an Knie- und Hüftgelenken durchgeführt wird.

Spinalkanalstenose

Der Spinalkanal liegt in Inneren der Wirbelsäule, in ihm verläuft das Rückenmark. Verengungen entstehen meist infolge von Alterungsprozessen. Im Laufe des Lebens verlieren die Bandscheiben an Flüssigkeit - sie werden schlaff und dünn. Aufgrund der Höhenminderung verlieren die Bänder entlang der Wirbelsäule ihre Spannung, wodurch die Wirbelsäule instabil wird. Es kann zum sog. Wirbelgleiten kommen, wodurch die im Wirbelkanal befindlichen Sturkturen zusammengedrückt werden. Symptome treten nur auf, wenn der Spinalkanal derart verengt ist, dass Blutgefäße oder Nerven abgedrückt werden. Die Folge sind ausstrahlende Schmerzen in den Extremitäten, Sensibilitätsstörungen, Missempfindungen und Schwäche der betroffenen Muskulatur. Eine Spinalkanalstenose kann jedoch verhindert werden, indem die Rückenmuskulatur gut trainiert wird und somit stark genug ist, die Wirbelsäule zu stabilisieren.

Ruptur des Kreuzbandes

Unter einer Ruptur des Kreuzbandes versteht man einen kompletten oder inkompletten Riss der Fasern des vorderen oder hinteren Kreuzbandes des Kniegelenks. Die Ursache dieser Verletzung ist häufig ein indirektes Trauma, welches über den Unterschenkel auf das Knie weitergeleitet wird. Selten gibt es auch direkte Traumata durch Überstrapazierung der Bänder bei starker Dehnung. Häufig entsteht eine Ruptur bei Sportarten wie Skifahren oder Fußball, bei denen Unter- und Oberschenkel gegeneinander verschoben werden. Das vordere Kreuzband reißt deutlich häufiger als das hintere, oft auch in Kombination mit einer Verletzung des Meniskus und eines Seitenbandes. Symptome eines Risses können Schmerzen, Erguss, Schwellung und ein giving-way-syndrom sein, bei dem das Knie im Gehen wegknickt. Es gibt konservative Methoden, wie Muskelaufbau und Kräftigung, und operative, bei der meist minimalinvasiv das Band rekonstruiert wird.

Schulter-Instabilität

Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk im menschlichen Körper. Im Gegensatz zu einigen anderen Gelenken wird es nicht durch knöcherne Strukturen, sondern durch Weichteile wie Kapsel und Bänder geführt und gesichert. Es muss daher eine Balance zwischen Stabilität und Mobilität bestehen. Bei einer Schulter-Instabilität kann der Oberarmkopf teilweise aus der Pfanne gleiten. Symptome sind oft Schmerzen und das Gefühl, dass die Schulter aus der Pfanne heraus- oder wieder herein springt. Es gibt mehrere Ursachen, wodurch eine Schulter instabil werden kann. Zum einen können Unfälle dazu führen, dass das Schultergelenk auskugelt. Tritt dies mehrmals auf, wird die Schulter instabil. Die betroffenen Muskeln im Schultergürtel müssen durch entsprechende Übungen gekräftigt werden. Zum anderen gibt es angeborene Ursachen, wie beispielsweise eine weite Kapsel und zu schwache Muskulatur, die das Schultergelenk instabil und anfällig für Verletzungen machen. In manchen Fällen reicht die konservative Therapie nicht aus und es muss operiert werden. Dazu wird meist arthroskopisch, also minimalinvasiv, vorgegangen, wobei die bei der Luxation verletzten Kapsel-Band-Strukturen wieder angenäht werden.

CMD

Die Cranio-mandibuläre-Dysfunktion leitet sich von den Wörtern cranium = Schädel, mandibulär = Unterkiefer und Dysfunktion = Fehlbelastung ab. Es handelt sich also um Fehlregulationen im Bereich des Kiefers, die direkt vor Ort schmerzhaft sein können oder sich auf den Rest des Körpers auswirken. Beispiele für Symptome, die von einer CMD ausgelöst werden können, sind Kopfschmerzen, Schwindel, Tinnitus, Schluckbeschwerden und Seheinschränkungen, um nur einige zu nennen. Ursachen können Stress, Entwicklungsstörungen des Kiefers oder Haltungsstörungen sein. Häufig ist die Schienentherapie in Zusammenarbeit mit dem Zahnarzt eine gute Möglichkeit der Behandlung bei CMD. Oft werden auch schmerzlindernde Medikamente oder Muskelrelaxantien eingesetzt. Auch Elektrostimulation sowie die Triggerpunktbehandlung und Traktionsverfahren, die von Physiotherapeuten angewandt werden, dienen der Lockerung der verspannten Muskulatur.

Lipödem

Bei einem Lipödem liegt eine chronische Erkrankung des Fettgewebes vor. Lipödeme treten meistens bei Frauen im Alter von 30-40 Jahren auf. Zunächst werden sie häufig mit Adipositas verwechselt. Lipödeme kennzeichnen sich dadurch, dass symmetrische Schwellungen auftreten. Häufig betroffene Körperstellen sind die Oberschenkel, die Hüften sowie das Gesäß, teilweise sind auch die Arme mit betroffen. Ursache der Störung ist meist eine hormonelle Veränderung. Die Erkrankung kann auch genetisch bedingt sein. Behandlungsmethoden sind zum einen die manuelle Lymphdrainage, die durch den Physiotherapeuten mit spezieller Fortbildung ausgeführt wird. Außerdem ist Sport ein wichtiger Aspekt. Kompressionsverbände und Stützstrümpfe helfen Patienten, den Alltag zu erleichtern. In manchen Fällen ist eine Liposuktion durch den Chirurgen nötig.

Lymphödem

Ein Lymphödem ist eine Schwellung der Haut, die durch verminderte Transportkapazität der Lymphgefäße entsteht. Man unterscheidet zwischen sog. primären, angeborenen Lymphödemen, und sekundären, erworbenen Lymphödemen. Sekundäre entstehen häufig nach Operationen, durch Tumore oder Entzündungen. Erkennbar ist das Lymphödem daran, dass die Haut und das darunterliegende Gewebe mit dem Finger eindellbar ist. Behandelt werden Lymphödeme durch physikalische Therapie, das heißt Kompressionsverbände, Stützstrümpfe, manuelle Lymphdrainage durch den Physiotherapeuten und viel Bewegung.

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