Unter einem Dach im
Ambulanten Zentrum am Entenfang
in Karlsruhe

Praxis für Ergotherapie

Unter einem Dach im
Ambulanten Zentrum am
Entenfang in Karlsruhe

Praxis für Ergotherapie

Die Praxis für Ergotherapie versorgt in der Stadt und dem Einzugsgebiet von Karlsruhe gesunde und erkrankte Menschen mit einem umfangreichen Angebot im rehabilitativen und präventiven Bereich. Neben der Praxis für Physiotherapie und Logopädie befinden sich die Ambulante orthopädische Rehabilitation sowie die ambulante Gesundheitsförderung in selbem Unternehmen. Da sich viele unterschiedliche Berufsgruppen in einem Haus befinden, können wir interdisziplinär zusammenarbeiten und leisten so eine umfassende Therapie zur ganzheitlichen Wiederherstellung und zum Erhalt Ihrer Gesundheit. Dies kann auch in Ihrer häuslichen Umgebung erfolgen.

Was uns wichtig ist

Uns ist ein achtsamer, wertschätzender und offener Umgang wichtig – sowohl im Team untereinander als auch mit unseren Patienten.
Selbst handeln zu können, sich sinnvoll zu betätigen und das eigene Leben in der Hand zu haben sind Grundvoraussetzungen für Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität.
Wir als Ergotherapeutinnen unterstützen Menschen aller Altersgruppen, die in ihren Fähigkeiten eingeschränkt oder von Einschränkungen bedroht sind und denen die Voraussetzungen, um selbst handeln zu können, fehlen. Unser übergeordnetes Ziel ist die Handlungsfähigkeit des Menschen in Alltag, Schule und Beruf.

Wir nehmen Ihre Bedürfnisse und Anliegen ernst und unterstützen Sie bestmöglich auf Ihrem Weg, Ihre gesundheitlichen Ziele zu erreichen, Ihre Lebensqualität zu verbessern und die größtmögliche Selbstständigkeit zu erhalten bzw. wieder zu erlangen.

Auf dieser Einstellung basiert unsere professionelle Arbeit, die fachlich kompetent, engagiert und in Ihrem Interesse umgesetzt wird. Um Ihnen als Patienten eine Behandlung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu gewährleisten, ist die Fortbildung ein wichtiger Bestandteil unserer täglichen Arbeit. Sowohl durch regelmäßige interne als auch externe Weiterbildungen halten wir uns stets auf dem neuesten Stand.

Was ist Ergotherapie?

Ergotherapie gehört zu den medizinischen Heilberufen.
Der Begriff Ergotherapie stammt aus dem Griechischen und besagt soviel wie: Gesundung durch Handeln und Arbeiten.
ergon = (griechisch) Werk, Tat, Aktivität, Leistung
Therapie = Krankheitsbehandlung

Unsere Berufsgruppe
ist Mitglied im DVE

Ergotherapie unterstützt und begleitet Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder von Einschränkung bedroht sind. Ziel ist, sie bei der Durchführung für sie bedeutungsvoller Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer persönlichen Umwelt zu stärken.
Hierbei dienen spezifische Aktivitäten, Umweltanpassung und Beratung dazu, dem Menschen Handlungsfähigkeit im Alltag, gesellschaftliche Teilhabe und eine Verbesserung seiner Lebensqualität zu ermöglichen.

Definition der Ergotherapie (DVE 08/2007)

Informationen zur ergotherapeutischen Behandlung

Im Mittelpunkt der Ergotherapie steht der Mensch, der in seinem Alltag und seiner Umwelt optimale Handlungsfähigkeit und Lebensqualität erhalten bzw. wieder erreichen möchte.

Die ergotherapeutische Diagnostik findet schwerpunktmäßig im Rahmen der ersten Behandlungen statt. Sie bildet, auf der Grundlage der ärztlichen Verordnung, die Voraussetzung, die Therapieziele zu definieren und einen Therapieplan zu erstellen. Unterstützend werden geeignete Assessmentmethoden (Beobachtungs-, Befragungs- und Testverfahren) zielgerichtet eingesetzt. Auf dieser Basis wird ein individueller Therapieplan erstellt, der stetig überprüft und angepasst wird. Angehörige werden bei Bedarf und Zustimmung des Patienten einbezogen. Ein wichtiger Bestandteil der ergotherapeutischen Befunderhebung ist die ICF-basierte Anamnese, welche fachübergreifend mit anderen Berufsgruppen gemeinsam genutzt wird.
Bei der Durchführung der Therapie werden die individuellen Bedürfnisse und die jeweilige Reaktionslage der Patienten berücksichtigt.
Wenn Sie als Patient aufgrund ihrer Erkrankung nicht in die Praxis kommen können oder wenn lebenspraktische Probleme Therapieinhalt sind, bieten wir auch Hausbesuche an.

Ergotherapeutische Maßnahmen mit Indikationen lt. DVE

Die motorisch-funktionelle Behandlung ist bei krankheitsbedingten Schädigungen der motorischen Funktionen mit und ohne Beteiligung des peripheren Nervensystems und der daraus resultierenden Beeinträchtigungen von Aktivitäten und ggf. der Teilhabe angezeigt.

Die sensomotorisch-perzeptive Behandlung ist bei krankheitsbedingten Schädigungen der sensomotorischen u./o. perzeptiven Funktionen mit den daraus resultierenden Beeinträchtigungen von Aktivitäten und ggf. der Teilhabe angezeigt.

Die neuropsychologisch orientierte Behandlung bzw. das Hirnleistungstraining ist bei krankheitsbedingten Schädigungen mit Beteiligung des zentralen Nervensystems, bei psychischen bzw. psychosomatischen sowie dementiellen Erkrankungen und den daraus resultierenden Beeinträchtigungen von Aktivitäten und ggf. der Teilhabe angezeigt.

Die ergotherapeutische Behandlung kann über das Heilmittelformular 18 mit den genannten Maßnahmen verordnet werden.
Zur Therapieunterstützung kann eine „thermische Anwendung“ und bei Bedarf die „Schienenherstellung“ verordnet werden.

Die thermische Anwendung (Kälte oder Wärme bei Schmerzen und Muskelverspannungsstörungen) ergänzen eine motorisch-funktionelle oder sensomotorisch-perzeptive Behandlung. Die Therapien werden durch die thermische Anwendung erleichtert, verbessert oder überhaupt erst möglich.

Diese ergotherapeutische Maßnahme ergänzt im Einzelfall die motorisch-funktionelle oder sensomotorisch-perzeptive Behandlung und dient der Herstellung, Anpassung und Korrektur temporärer Schienen zur sachgerechten Lagerung, Fixation oder Korrektur von Extremitäten. Sie dient der Unterstützung physiologischer Funktionen und der Wiederherstellung alltagsrelevanter Fähigkeiten.

Um die patientenbezogenen Unterlagen auszuwerten, die ergotherapeutische Anamnese zu erheben, eine Auswahl der Medien und Assessmentmethoden zu treffen, Gespräche mit dem Patienten u./o mit Angehörigen zu führen und mit anderen Berufsgruppen die geeigneten Möglichkeiten anzustimmen, wird eine Analyse des ergotherapeutischen Bedarfs bei Erstverordnung zusätzlich erhoben.

Die Behandlung von neurologisch Erkrankten in der Ergotherapie (Neurologie)

Behandlungsverfahren

  • Therapie auf neurophysiologischer Grundlage (nach Bobath, Perfetti, N.A.P., PNF)
  • Funktionelles Alltagstraining
  • Handlungsorientiertes Training der Aktivitäten des täglichen Lebens (Schuhe binden, Anziehen etc.)
  • Beratung und Training von Hilfsmitteln für den Alltag
  • Hirnleistungstraining ( u. a. Verena Schweizer, computergestütztes Training, Explorationstraining bei Gesichtsfeldeinschränkungen)
  • Feinmotoriktraining
  • Schreibtraining nach Prof. Mai (u. a. mit dem Stabilo Ergo-Pen)
  • Bewegungs- und Koordinationstraining teilweise mit der Wii
  • wahrnehmungsfördernde Behandlungstechniken

Krankheitsbilder

  • Schlaganfall
  • MS
  • Parkinson
  • Demenzielle Erkrankungen
  • Z. n. Schädelhirntrauma
  • Sensibilitätsstörungen nach nervalen Verletzungen
  • alle anderen Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems

Das Funktionelle Alltagstraining dient der Behandlung von Menschen mit zentralnervöser Schädigung. Es werden Alltagsaktivitäten und Alltagsmedien ressourcenorientiert genutzt, um den Betroffenen eine größtmögliche Selbstständigkeit und Teilhabe zu erhalten.

Das Schreibtraining setzt sich aus verschiedenen einzelnen Bewegungen zusammen. Zusammengefasst werden diese Bewegungen unter dem Begriff Graphomotorik. Das Trainieren der graphomotorischen Fähigkeiten ist Therapieschwerpunkt des Schreibtrainings in der Ergotherapie.

Indikationen

  • neurologische und orthopädische Patienten, für die das Wiedererlernen des Schreibens notwendig ist
  • Kinder, die Schwierigkeiten beim Schreiben haben
    (siehe Bericht KA Kind Ausgabe 03/2019)
    Mit dem STABILO ErgoPen werden Therapiefortschritte u. a. in Bereichen der Druckdosierung auf den Stift und das Schreibtempo genau gemessen und verfolgt.

Neurotraining nach Verena Schweizer

Das Neurotraining hat sich als ergotherapeutisches Therapieprogramm zur Schulung der kognitiven Fähigkeiten (u. a. Konzentration, Lernen und Gedächtnis, Raumsinn, Planen und Handeln) bei Patienten nach Hirnschädigungen sehr bewährt. Es basiert auf langjähriger therapeutischer Erfahrung und wurde in der praktischen Arbeit mit den Patienten weiterentwickelt.

Die Behandlung von Kindern in der Ergotherapie (Pädiatrie)

Behandlungsverfahren

  • Verhaltenstherapie nach Dr. Jansen (mit Videoaufzeichnung)
  • Wahrnehmungstraining
  • Elternberatung
  • Konzentrationstraining (auch in der Gruppe nach dem Marburger Konzentrationstraining)
  • Bewegungs- bzw. Koordinationstraining unter anderem mit der Wii
  • Schreibtraining (u. a. mit dem Stabilo Ergo-Pen)
  • Feinmotoriktraining
  • Handwerkliche Tätigkeiten
  • Funktionelles Alltagstraining

Krankheitsbilder

  • Entwicklungsverzögerungen bzw. -störungen
  • Wahrnehmungsstörungen
  • ADHS
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Einschränkungen der Selbstständigkeit und Handlungsfähigkeit
  • Autismus
  • Grob- und Feinmotorikstörungen
  • Erkrankungen des zentralen Nervensystems

Marburger Konzentrationstraining

Das Marburger Konzentrationstraining ist ein Konzentrationsprogramm für Vorschulkinder, Schulkinder und Jugendliche in der Gruppe. Es eignet sich für Kinder, die Schwierigkeiten haben, sich einer Sache gezielt zuzuwenden und aufmerksam zu bleiben, die nicht selbständig arbeiten können und die sich schnell ablenken lassen. Das Training verbessert die Aufmerksamkeitssteuerung mit Hilfe der Methode der verbalen Selbstinstruktion, einer Technik aus der kognitiven Verhaltenstherapie. Mit verschiedenen Übungen werden Feinmotorik, Wahrnehmung, Denk- und Merkfähigkeit sowie Lang- und Kurzzeitgedächtnis trainiert
(siehe Bericht KA Kind Ausgabe 03/2019).

Schreibtraining

Das Schreibtraining setzt sich aus verschiedenen einzelnen Bewegungen zusammen. Zusammengefasst werden diese Bewegungen unter dem Begriff Graphomotorik. Das Trainieren der graphomotorischen Fähigkeiten ist Therapieschwerpunkt des Schreibtrainings in der Ergotherapie.

Indikationen:

  • neurologische und orthopädische Patienten, für die das Wiedererlernen des Schreibens notwendig ist
  • Kinder, die Schwierigkeiten beim Schreiben haben
    (siehe Bericht KA Kind Ausgabe 03/2019)
    Mit dem STABILO ErgoPen werden Therapiefortschritte u. a. in Bereichen der Druckdosierung auf den Stift und das Schreibtempo genau gemessen und verfolgt.

Das Funktionelle Alltagstraining dient der Behandlung von Menschen mit zentralnervöser Schädigung. Es werden Alltagsaktivitäten und Alltagsmedien ressourcenorientiert genutzt, um den Betroffenen eine größtmögliche Selbstständigkeit und Teilhabe zu erhalten.